Erfolgreiche Webseitenoptimierung

Auf dieser Webseite möchten wir Ihnen erklären, was die Optimierung einer Webseite ist und welche unterschiedlichen Faktoren eine erfolgreiche Webseitenoptimierung ausmachen.

Inhaltsübersicht

Die verschiedenen Bereiche der Webseitenoptimierung

Stellen Sie sich vor, Sie sind Mechaniker in einer Autowerkstatt. Ein Kunde kommt mit den Worten „mein Auto ist kaputt, woran liegt das?“ zu Ihnen. Natürlich können Sie zu diesem Zeitpunkt keine valide Aussage darüber treffen was kaputt ist ohne weitere Informationen zu bekommen. Ähnlich geht es einem Web-Fachmann, wenn Sie mit der Anforderung „Ich möchte meine Webseite optimieren, was muss ich machen?“ an ihn herantreten.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen, nicht nur zum besseren Verständnis der Thematik „Optimierung einer Webseite“, sondern auch damit Sie Wissen was Sie eigentlich wollen, erklären, welche Bereiche einer Seite im Internet optimiert werden können.

Suchmaschinenoptimierung

SEO Search Engine Optimization, Ranking algorithmSuchmaschinenoptimierung ist meist der erste Gedanke, der gerne fälschlicherweise als Synonym für „Webseitenoptimierung“ genutzt wird. Unter dem Begriff der Suchmaschinenoptimierung wird das Optimieren der Homepage unter Beachtung der Faktoren verstanden, die einer Suchmaschine wie Google implizieren soll, dass die Webseite zu bestimmten Suchbegriffen das richtige Ergebnis ist, welches dem Suchenden weiterhilft. Geben Sie beispielsweise „Webseitenoptimierung“ in die Suche ein, wird anhand eines komplizierten, nicht öffentlichen Algorithmus berechnet, welche Internetseite am ehesten zu diesem Suchbegriff passt.

Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es, anhand von weit mehr als hunderten von Faktoren, die Internetseite dahingehend positiv zu optimieren, dass genau diese Wichtigkeit impliziert wird.

Wenn Sie mit einem Fachmann oder Experten über SEO (SEO = Search Engine Optimization, Kurzform für Suchmaschinenoptimierung) sprechen wird dieser zwischen „ONPAGE“ und „OFFPAGE“ unterscheiden.

Im Folgenden möchten wir Ihnen diese beiden Begriffe kurz erläutern. Falls Sie tiefer in die Materie der Suchmaschinenoptimierung einsteigen möchten, dann können Sie gerne auf seooptimierung.com vorbeischauen. Dort finden Sie viele weiterführende Informationen zu dem Thema SEO.

OnPage

Unter dem Begriff „OnPage“ (deutsch: „auf der Seite“) werden alle Maßnahmen verstanden, die direkt und unmittelbar an der Website durchgeführt werden können. Dies können beispielsweise eine lesbare URL-Struktur, ein sinnvoller Seitenaufbau, die Konzentration auf ein Kernthema, aber auch die unten angesprochene Ladegeschwindigkeit, ansprechende Gestaltung und viele hunderte Faktoren mehr sein.

OffPage

Im Gegensatz zu OnPage werden unter OffPage alle Maßnahmen verstanden, die nicht direkt an der Webseite durch den Webseitenbetreiber positiv beeinflusst werden können.

Sollten Sie auf Ihrer Homepage für den Benutzer sehr interessante Inhalte (und nicht nur Verkaufstexte) beinhalten, gilt es im Rahmen der OffPage-Optimierung auf diese Inhalte aufmerksam zu machen. Dies ist durch strategischen Linkaufbau, der auch qualifizierte Besucher auf Ihre Internetseite bringt, oder andere Marketingmaßnahmen möglich.

Optimierung der Ladezeit

Die Ladezeit ist nicht nur ein wichtiger Faktor der OnPage- bzw. Webseitenoptimierung, sondern beeinflusst auch die Usability deutlich. Gerade Webseitenbesucher mit mobilen Endgeräten sind Ihnen besonders dankbar, wenn Ihre Webseite schnell lädt. Wenn dies nicht der Fall ist, kann es dazu führen dass Ihnen die Besucher vorzeitig abspringen, während sie auf das Laden Ihrer Homepage warten. Dadurch verlieren Sie nicht nur Besucher, sondern auch potentielle Interessenten an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung und damit mögliche Kunden. Diese abgesprungenen Besucher schauen sich dann eher bei einem Mitbewerber mit einer schnelleren Webseite um, als auf Ihrer Internetseite zu warten. Weiterhin impliziert eine schnelle Ladezeit eine geringe zu übertragende Dateigröße der Seite – ein Vorteil für alle mobilen Nutzer mit eingeschränkter Daten-Flatrate.

Aber nicht nur für Nutzer von mobilen Endgeräten, sondern auch Surfer ohne High-Speed DSL freuen sie sich über schnelle Ladezeiten. Weiterhin haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass die Abbruchrate bzw. das Verlassen von Webseiten exponentiell zunimmt, wenn eine Ladezeit an der 6-7 Sekundenmarke kratzt – und gerade die ist bei mobilen Geräten unterwegs schnell erreicht.

Doch welche neuralgischen Punkte gibt es bei der Ladezeitenoptimierung?

  1. Der Server auf dem die Webseite liegt
    Bei normalem „shared Webhosting“ liegen auf einem Webserver eine Vielzahl – meist mehrere hundert – Kundenwebseiten eines Hosters. Kaufen Sie beispielsweise bei Strato, Alfahosting, 1&1 o.ä. eines der kleinen und günstigen Pakete, dann können Sie sich sicher sein, dass Sie sich den Server und damit die Hardware mit vielen anderen Webseitenbetreibern teilen.
  2. Die Anbindung des Servers und des Nutzers
    Jeder Server verfügt über eine bestimmte Bandbreite. Wenn diese durch viele Webseiten auf dem Server und viele Nutzer auf diesen Webseiten ausgeschöpft ist, dann führt dies zu längeren Ladezeiten. Aber auch die Datenleitung des Benutzers selber kann sich auf die Ladezeit auswirken – hier können Sie aber ehrlich gesagt relativ wenig verändern 😉
  3. Der Quellcode der Homepage
    Der HTML, CSS, JavaScript-Quellcode sollte sauber strukturiert und auf ein Mindestmaß an Code minimiert werden. Desto weniger Quellcode interpretiert, ausgewertet und ausgeführt werden muss, desto schneller die Anzeige der Inhalte. Daher ist auf ein sauberes und minimalistisches Coding zu achten – übrigens ist die Quellcodeminimierung auch ein Teil der OnPage Optimierung.
  4. Die verwendeten Dateien
    Wenn auf der Webseite Dateien (wie Bilder) zur Verfügung gestellt werden oder eingebaut sind, gilt es, diese ebenfalls nach allen Möglichkeiten ohne sichtbaren Qualitätsverlust auf ein Mindestmaß an Dateigröße zu komprimieren. Außerdem sollten Sie alle Bilder in der Auflösung einbinden, in der sie hinterher auch auf der Homepage angezeigt werden.

Jeder einzelne Punkt bringt keine großen merkbaren Verbesserungen, alles zusammen bringt sichtbaren Erfolg.

Webseitenoptimierung für Menschen mit Einschränkungen

Oder auch: Webseiten barrierefrei gestalten. Doch was wird unter dieser Barrierefreiheit verstanden? Genauer gesagt bedeutet es, dass Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen die Webseite und deren Inhalte wahrnehmen und dort navigieren können. Versuchen Sie beispielsweise mal, mit geschlossenen Augen und einem Vorleseprogramm auf Ihrer Webpräsenz zu navigieren. Klappt dies einwandfrei? Von dieser sehr flexiblen Anpassung der Internetseite an persönliche Bedürfnisse profitieren übrigens auch normale Benutzer. Viele Richtlinien der Barrierefreiheit wurden in der „Web Content Accessibility Guideline (kurz „WCAG“) in der aktuellen Version 2.0 niedergeschrieben.

Durch optimierte und sinnvoll gegliederte Quelltexte können sogenannte „ScreenReader“ Webseiten vorlesen. Durch Auswahlmöglichkeit von verschiedenen Farb- und Kontrastversionen können Menschen mit Sehbehinderung Webseiten u.U. erst erkennen. Durch das weglassen von Rot/Grün-Kombinationen können Menschen mit Rot/Grün-Schwäche die Seite richtig wahrnehmen. Allerdings gibt es im Rahmen der Barrierfreiheit noch viele andere Maßnahmen, die auf einer Webseite umgesetzt werden können. Bitte lesen Sie für weitere Informationen die WCAG oder BITV.

Webseitenoptimierung für mobile Endgeräte

webseitenoptimierung-mobile-devicesAuch wenn wir aus Sicht der Ladezeit bereits über mobile Endgeräte gesprochen haben, gibt es die „Erweiterung“: komplett neue Webseitenversion nur für mobile Geräte. Der Vorteil: Da es sich um eine grafisch sehr abgespeckte und ziemlich flexible Lösung handelt, ist die Ladezeit automatisch viel geringer als beim Laden der „normalen“ Webseite. Die Rede ist von einer vollkommen eigenständigen Webseitengestaltung für mobile Geräte.

In diesem Szenario wird der Quelltext um eine Art Weiche erweitert, die erkennt, ob es sich beim aufrufenden Gerät um ein Smartphone, ein Tablet oder einen PC handelt. Sollte es sich um einen PC handeln oder das Gerät nicht zuverlässig erkannt werden wird die normale Webseite aufgerufen. Wenn ein Tablet oder Smartphone erkannt wird, dann die jeweilige mobile Version.

Surfen Sie mit Ihrem Handy mal auf N24, Focus oder Spiegel Online: Sie werden entweder direkt auf die mobile Version umgeleitet oder gefragt ob eine für Ihr Gerät optimierte Homepage geladen werden soll. Die Inhalte sind dabei dieselben, nur das geladene Design unterscheidet sich in Aufbau, Flexibilität und Aufmachung.

Optimierung für AdWords & CPC Anzeigen

Adwords ist das Anzeigensystem von Google, solche Anzeigen die beispielsweise in der Google-Suche rechts und über den Suchergebnissen angezeigt werden. Auch andere Suchmaschinen bieten ähnliche, aber weniger bekannte, Anzeigensysteme an. CPC steht für „Cost per Click“ (Deutsch: „Bezahlung je Klick“), also Anzeigen die erst bezahlt werden wenn diese wirklich angeklickt werden.

Diese CPC-Preise sind innerhalb einer Branche oder Sparte relativ gleich, jedoch haben Webseiten mit einem höheren Quality Score bessere Karten. Quality was? Quality Score! Eine hohe Klickrate ist das Ziel einer jeden geschalteten Anzeige – für Google weil mit jedem Klick Geld verdient wird und für den Werbetreibenden weil dann Benutzer auf die Webseite gelangen. Der Quality-Score ergibt sich daraus, wie relevant und klickstark eine Anzeige in Bezug auf den Suchbegriff und die aufgerufene Homepage ist. Eine Anzeige über Babynahrung zum Suchbegriff „Ersatzteile VW Käfer“ hat einen ziemlich geringen Quality Score, eine Anzeige über Babynahrung zum Suchbegriff „Babynahrung kaufen“ einen höheren. Wenn dann auch noch die bereitgestellten Informationen der Webseite hinter der Anzeige zum Thema passen (und einige andere Faktoren auch noch) wird ein hoher Quality Score erreicht, mit dem Ergebnis, dass der Preis pro Klick und damit pro Besucher günstiger wird.

Wenn eine Webseitenoptimierung hinsichtlich des QualityScore vorgenommen werden soll, heißt das konkret, dass die Seite besser zur Anzeige und die Anzeige besser zum jeweiligen Suchbegriff passen muss.

Optimierung für Landingpages / Landeseiten

Wenn der Benutzer erst einmal auf die Webseite gekommen ist, sollte im besten Fall ein gewisses Ziel verfolgt werden – bei Landingpages zum Beispiel der Download einer App, eine Benutzeranfrage oder eine Newsletter Anmeldung. Auf dieses Ziel hin sollte die komplette Landingpage ausgerichtet sein.

Hier wird die Optimierung gezielt aus Marketing- und psychologischer Sicht betrachtet. Welche Faktoren der Landeseite bringen den Benutzer zum gewünschten Ziel? Bei einer Registrierung zum Beispiel vertrauensbringende Elemente wie Gütesiegel oder Datenschutzsiegel. Bei einem Download Antivirus-Tests oder Software-Testsiegel. Ist das Ziel (z.B. Kontaktformular) gut zu erreichen und funktioniert es auch? Gibt es wenige Pflichteingaben?

Die Optimierung der Landingpage wird auch oft unter dem Begriff der „Conversion Rate Optimization, CRO“ oder „Conversion Optimierung“ verstanden. Mathematisch gesehen ist die Conversion Rate = Käufer / Besucher. Oder auch: Wie viele Besucher habe ich und wie viele davon erfüllen meine Zielbedingung (z.B. „Kauf abgeschlossen“ oder „zum Newsletter eingetragen“)? Um eine hohe Rate zu erzielen, ist nicht nur spezielles Marketing und Psychologiewissen („Wie ticken meine Besucher“) nötig, sondern auch viele Tests. Kommt ein orangener Button besser an als ein grüner? Bringt das Bild mit der Frau mehr Käufer als das Bild mit dem Mann? Viele noch so kleine Faktoren können die Conversion Rate beeinflussen, positiv wie negativ. All das wird in Testreihen entweder mit Probanden im PC-Testlabor oder am realen Besucher durchgespielt.

Wer aber bereits den ersten Schritt geht und die Landeseite auf ein klares Ziel ausrichtet und sich Gedanken macht wer die Zielgruppe ist die diese Seite zu sehen bekommen soll, ist den Mitbewerbern meist schon ein Stückchen voraus.

Fazit

Wer mit dem Gedanken einer Webseitenoptimierung spielt, sollte sich vorher genau überlegen, was er eigentlich erreichen möchte. Für eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen sollte man sich einen SEO-Experten oder eine SEO-Agentur suchen. Für die Barrierefreiheit eine ganz andere Agentur und für die Erstellung einer mobilen Version wiederrum eine andere… Definieren Sie bereits vor Ihrer Anfrage genau, was Sie eigentlich wollen, das erspart Ihnen nicht nur Frust sondern auch Geld und führt zur einer erfolgreichen Webseitenoptimierung.

Bild „mobile Endgeräte“: © bagiuiani – Fotolia.com
Bild „SEO“: © Trueffelpix – Fotolia.com

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